Montag, 17. November 2014

Geplanter Reiseverlauf




1. Tag
13.12.2014
Anreise - Flug von Frankfurt via Kuala Lumpur nach Yangon


2. Tag
14.12.2014
Ankunft in Yangon; Transfer zum Hotel; Besuch des Nationalmuseums und Spaziergang durch den Maha Bandoola-Park zur Sule-Pagode, Besuch der Shwedagon-Pagode zum Sonnenuntergang; 30 km 
(2 Übernachtungen im Hotel Summit Park View*** in Yangon - http://www.summityangon.com/)

3. Tag
15.12.2014
halbtägige Besichtigungen in Yangon: Kandawgyi Park, Botataung Pagode und Bogyoke-Markt; Nachmittag zur freien Verfügung (F)

4. Tag
16.12.2014
Fahrt nach Kin Pun; 200 km; mit einem lokalen Truck zum Basiscamp von Kyaiktiyo (10 km); Wanderung (1 Std., mittelschwer) zu unserem Hotel am Fuß des Goldenen Felsens; kurzer Spaziergang zum Goldenen Felsen 
(1 Übernachtung im Mountain Top Hotel**(*) in Kyaiktiyo - http://www.mountaintop-hotel.com) (F)

5. Tag
17.12.2014
Wanderung (0,75 Std. mittelschwer) zum Basiscamp von Kyaiktiyo, zurück mit dem lokalen Truck nach Kin Pun (10 km); weiter mit dem Bus nach Bago; Besichtigung der Shwemawdaw-Pagode, des Shwedthalyaung-Buddhas, des Hanthawadi-Palastes und des lokalen Marktes; der Tag endet in Yangon; 200 km 
(1 Übernachtung im Hotel Summit Park View*** in Yangon) (F)

6. Tag
18.12.2014
Flug nach Heho und Transfer zum Hotel auf dem Inle-See; Bootsausflug auf dem Inle-See mit Besichtigung der Phaungdaw Oo-Pagode, der "schwimmenden Gärten" und dem "Kloster der springenden Katzen" Nga Phe Kyaung; 30 km 
(2 Übernachtungen im Hotel Golden Island Cottage*** auf dem Inle-See - http://www.gichotelgroup.com) (F)

7. Tag
19.12.2014
Fahrradtour durch herrliche Landschaft zum Dorf Mine Thauk mit Besuch eines Waisenhauses (30 km; leicht), am Nachmittag weitere Besichtigungen per Boot auf dem Inle-See (F)

8. Tag
20.12.2014
Fahrt nach Pindaya mit Stopp am Pindaya-See und Besuch der Grotten, Besuch einer Werkstatt für Shan-Schirme; 100 km 
 (1 Übernachtung im Conqueror Hotel*** in Pindaya - http://www.conquerorresorthotel.com) (F)

9. Tag
21.12.2014

Ganztagesfahrt nach Mandalay; 290 km 
(3 Übernachtungen im Hotel Ayarwaddy River View*** in Mandalay - http://www.ayarwaddyriverview-hotel.com) (F)

10. Tag
22.12.2014

Besichtigungen in Mandalay mit dem Fahrrad: Königspalast, Shwenandaw-Kloster, Kuthodaw-Pagode, Mandalay Hill (20 km; leicht) (F)
11. Tag
23.12.2014

Ausflug nach Amarapura mit Besichtigung des Mahagandayon-Klosters (wenn möglich zum Almosengang der Mönche) und der U-Bein-Brücke, anschließend Bootsfahrt nach Mingun mit Besichtigung der Pagode und Fahrt nach Sagain mit Besichtigung; 60 km (F)

12. Tag
24.12.2014
früh morgens Transfer zum Pier und Tagesfahrt mit dem Schiff nach Bagan (das Boot fährt nur, wenn genügend Gäste da sind, deshalb behalten wir uns auch einen Flug vor); Transfer zum Hotel 
(3 Übernachtungen im Hotel Kaytumadi Dynasty**(*) in Bagan - http://www.kaytumadi.com/hotel.htm) (F)

13. Tag
25.12.2014
Ganztagesbesichtigung mit dem Fahrrad des Tempelfeldes von Bagan: Shwezigon-Pagode, WetKyi-in Gubyaukkyi, Thatbyinnyu, Dhammayangyi, Manuha-Tempel, Nanpaya- und Ananda-Tempel (50 km; leicht bis mittelschwer) (F)

14. Tag
26.12.2014

ganzer Tag frei in Bagan, Gelegenheit zu einer Ballonfahrt über Bagan (optional) (F)
15. Tag
27.12.2014
lange Fahrt mit dem Jeep nach Kanpetlet im Mount Victoria Nationalpark, unterwegs Halt in Chauk und Besuch des Marktes; 170 km 
(2 Übernachtungen im einfachen Mountain Oasis Resort I in Kanpetlet - http://www.audleytravel.com/destinations/southeast-asia/myanmar-burma/accommodation/mountain-oasis-resort.aspx) (F,M,A)

16. Tag
28.12.2014

am Morgen Gipfelbesteigung des Mount Victoria (3.053 m) (3 Std., mittelschwer); Rückkehr zum Hotel und am Nachmittag Ausflug zu mehreren Chin-Dörfern (F,M,A)
17. Tag
29.12.2014
Jeepfahrt bis zum Startpunkt und Wanderung zum Chin-Dorf Kyar Do, Kennenlernen der tätowierten Chin-Frauen, Wanderung zurück zum Fahrzeug (3 Std. mittelschwer) und Weiterfahrt nach Mindat; 
(1 Übernachtung im einfachen Mountain Oasis Resort II in Mindat - http://www.audleytravel.com/destinations/southeast-asia/myanmar-burma/accommodation/mountain-oasis-resort-mindat.aspx ) (F,M,A)

18. Tag
30.12.2014

morgens Besichtigung von Mindat, anschließend Rückfahrt nach Bagan mit Ankunft am Abend; 370 km 
(1 Übernachtung im Hotel Kaytumadi Dynasty**(*) in Bagan) (F,M)

19. Tag
31.12.2014
im Laufe des Vormittags Transfer zum Flughafen von Bagan (30 km) und Flug nach Thandwe (entweder direkt oder via Yangon); Transfer zum Ngapali-Strand (10 km); Beginn des Badeaufenthaltes 
(3 Übernachtungen im Hotel Silver Beach**** in Ngapali - http://www.silverbeachngapali.com/) (F)

20. Tag
01.01.2015

Badeaufenthalt am Ngapali-Strand (F)
21. Tag
02.01.2015

Badeaufenthalt am Ngapali-Strand (F)
22. Tag
03.01.2015

im Laufe des Tages Transfer zum Flughafen von Thandwe (10 km) und Flug nach Yangon; Transfer zum Hotel in Yangon; 30 km  
(1 Übernachtung im Hotel Summit Park View*** in Yangon) (F)

23. Tag
04.01.2015

im Laufe des Tages Transfer zum Flughafen von Yangon (30 km) und
Rückflug via Kuala Lumpur nach Deutschland (F)

24. Tag
05.01.2015

Ankunft in Frankfurt


Donnerstag, 6. November 2014

Infos Myanmar

So, bald ist es wieder so weit und meine nächste Fernreise beginnt. Am 13. Dezember 2014 geht es los, und zwar nach Myanmar. Nach vier tollen Reisen in Mittel- und Südamerika habe ich mich dieses Mal für Asien entscheiden. Und für Myanmar nicht zuletzt, weil mir von mehreren Reisenden vorgeschwärmt wurde, was für ein schönes, noch recht unverbrauchtes Land mit außergewöhnlich netten Menschen es sei. Das und die Bilder, die ich im Internet und in meinem Reiseführer gesehen habe, bescheren mir eine besondere Vorfreude auf diese Reise. Aber auch die Hoffnung, bei dieser Reise mal wieder etwas völlig neues zu sehen. 

Meine diesjährige Reisebegleitung ist Manuela. Manuela und ich haben uns im letzten Jahr bei der Costa Rica-Reise kennengelernt und angefreundet. Da wir einige Gemeinsamkeiten und auch reisetechnisch ähnliche Interessen haben, kam es, dass wir nun diese Reise gemeinsam gebucht haben. Andernfalls hätte ich mich vermutlich (dieses Mal) gegen Myanmar entschieden, da mir der Einzelzimmerpreis mit 900 € für diese Reise doch zu hoch war und ich das Risiko bei einer solchen Reise nicht eingehen würde, mir ein Zimmer mit einer völlig fremden Person zu teilen. Was für ein Horror, wenn man 24 Stunden mit einer Marion (Insider!) verbringen müsste oder nachts die Augen nicht zu bekommt, weil die Bettnachbarin schnarcht. Nein, entweder Freundin oder Einzelzimmer!





Hier nun vorab ein paar Infos über Myanmar für alle Interessierten:



Myanmar ['mijanmaːɐ]
Flagge
Die neue Flagge wurde am 21. Oktober 2010 offiziell eingeführt. Diese besteht aus drei gleich großen Streifen in Gelb, Grün und Rot. Im Zentrum befindet sich ein großer, weißer Stern, dessen Spitze nach oben zeigt.
  • Gelb steht für Solidarität.
  • Grün steht für Frieden, Ruhe und die grüne Umwelt.
  • Rot steht für Mut und Entschlossenheit.






Landesname
Republic of the Union of Myanmar (Republik der Union Myanmar)
Die Umbenennung von Birma, bzw. Burma in Myanmar erfolgte durch das Gesetz Nr. 15/89 vom 18. Juni 1989. Im Birmanischen bedeutet die Silbe Myan „fest zusammenhaltend“, die Silbe Mar „hart“, „stark“ oder auch „mächtig“.
Die Vereinten Nationen übernahmen den neuen Namen des Staates wenige Tage nach der Verkündung durch das Militär und mittlerweile sind dem viele Staaten gefolgt.
Myanmar ist im deutschen Sprachraum, im Vereinigten Königreich, in Australien und den USA nach wie vor unter der früheren Schreibweise Birma beziehungsweise Burma bekannt. Das Festhalten an dem alten Namen ist vor allem als Zeichen ihrer Missbilligung des Regimes zu verstehen.


Regierungsform:
Formell konzipiert die neue Verfassung Myanmar als parlamentarische Demokratie mit Militäreinfluss.


Geographie
Myanmar grenzt im Westen an Bangladesch und Indien, im Norden und Osten an die Volksrepublic China, Laos und Thailand. Im Süden wird das Land vom Indischen Ozean (Golf von Bengalen) begrenzt und das Andamanische Meer trennt Myanmar von den südwestlich gelegenen indischen Inseln der Andamanen und Nikobaren.
Das Shan-Hochland mit Erhebungen bis zu 2500m liegt im Osten Myanmars und entlang der Südwestküste liegt das Arakan-Joma-Gebirge mit bis zu 3000m hohen Bergen. Das Kachin-Bergland, ein südlicher Ausläufer des Himalaya, befindet sich im Norden, und an der Grenze zu Indien / China liegt der Hkakabo Razi, welcher mit seinen 5881 m der höchste Berg Südostasiens ist.
Mit 676.577 qkm ist Myanmar knapp zweimal so groß wie Deutschland; größte Ausdehnung Nord-Süd 2.500 km, Ost-West 900 km.
Der Regierungssitz Nay Pyi Taw (circa 200.000 Einwohner) ist mit Inkrafttreten der Verfassung von 2008 (am 31. Januar 2011) auch formell Hauptstadt des Landes geworden. Die frühere Hauptstadt Rangun ist mit 6,5 Mio. Einwohnern immer noch wirtschaftliches und kulturelles Zentrum mit Sitz der ausländischen Botschaften.


Bevölkerung, Sprache, Religion (Quelle: Auswärtiges Amt)
Myanmar hat aktuell ca. 51 Millionen Einwohner, welche insgesamt 135 verschiedenen Ethien angehören, insbesondere: Bamar (69 %), Shan (8,5 %), Karen (Christen) (6,2 %), Rohingya (Muslime) (4,5 %), Mon (2,4 %), Chin (2,2 %), Kachin (1,4 %) u. a. ethnische Minderheiten: Inder (1 %), Chinesen (1–2 %)
Die jährliche Wachstumsrate beträgt etwa 1,2 Prozent pro Jahr, die Lebenserwartung ca. 64,9 Jahre (2012).
Die Landessprache und Amtssprache ist Birmanisch (70%), wobei die einzelnen Völker jeweils ihre eigene Sprache sprechen; Englisch ist erste Fremdsprache und Sprache im diplomatischen und internationalen Geschäftsverkehr.
In Myanmar gibt es verschiedene Religionen, wobei der Buddhismus am meisten verbreitet ist. Theravada-Buddhisten (ca. 89 Prozent), Christen (ca. 5 Prozent), Muslime (ca. 4 Prozent), Hindus und Animisten (je ca. 1 Prozent). Die buddhistische Ordensgemeinschaft hat aufgrund der weiten Verbreitung des Theravada-Buddhismus eine starke gesellschaftliche Stellung inne. Protestantische Kirchen (insbesondere Baptisten) sowie die katholische Kirche sind vor allem in Rangun und in den Siedlungsgebieten der ethnischen Minderheiten prominent vertreten (Karen, Kayah, Mon, Chin, Kachin). Sie sind sozial, nicht aber politisch-gesellschaftlich aktiv.

Bildungssystem (Quelle: Auswärtiges Amt)

Bildung hat in der myanmarischen Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert. Das Bildungssystem ist jedoch evident unterfinanziert und leidet an mangelnden internationalen Kontakten. Die neue Regierung misst der Reform des Bildungssystems, insbesondere der Qualitätssteigerung eine große Bedeutung zu und hat angekündigt, mehr Haushaltsmittel für Bildung zur Verfügung zu stellen. Die seit Februar 2014 im Amt befindliche Erziehungsministerin, Prof. Khin San Yee, ist DAAD-Alumni und besucht Deutschland im Juli 2014.
In Myanmar herrscht allgemeine Schulpflicht. Im Gegensatz zu offiziellen Angaben ist aber davon auszugehen, dass nicht alle myanmarischen Kinder die Grundschule abschließen und nur ein kleiner Teil weiterführende Schulen besucht. In abgelegenen Regionen gibt es zum Teil keine staatlichen Schulen. Die vielfach vorhandenen monastischen Schulen wiederum haben oft keine Mittel für Lehrergehälter. Weniger als die Hälfte der Kinder schließt die Grundschule nicht im vorgesehenen Alter ab. Die Analphabetenrate liegt in Myanmar bei offiziell sechs Prozent, laut Vereinten Nationen jedoch bei etwa acht Prozent. Derzeit führt eine Gruppe internationaler Geber über UNICEF und in enger Abstimmung mit der Regierung ein strukturelles Förderprogramm im Bereich der Grundschulbildung durch, an dem auch Deutschland beteiligt ist.
Die bedeutendsten Universitäten des Landes sind die University of Yangon, die University of Mandalay, die Yangon Technological University und das Yangon Institute of Economics. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere, zum Teil fachbezogene Hochschulen, darunter nicht weniger als 24 Computeruniversitäten und 24 Technische Universitäten, deren Qualität aber an mangelnder Ausstattung und der oft geringen Qualifikation der Dozenten leidet. 2013 wurden 7 Universitäten in Myanmar als Center of Excellence eingestuft. Sämtliche Hochschulen des Landes sind staatlich und werden von Ministerien verwaltet. 
 

Klima

Myanmar befindet sich im direkten Einflussbereich des Monsun, einer Luftströmung, die sich von den kälteren zu den wärmeren Regionen bewegt und die mit der jeweiligen Jahreszeit die Richtung wechselt. Dieses Windsystem teilt Myanmar mit Indochina und Indien und Monsun heißt nicht zugleich, dass es regnet. In der Zeit von Mai bis Oktober weht der Monsun in Myanmar vom Meer zum Landesinneren, von November bis April jedoch in die entgegen gesetzte Richtung. Die südwestliche Richtung des Sommermonsuns bringt durch das Aufsteigen der Feuchtigkeit als Kondenswasser häufig starke Niederschläge und ähnelt daher einer Regenzeit. Der Wintermonsun hingegen weht aus Nordosten und in seiner Begleitung findet sich nur selten Regen. Die heißesten Monate des Landes sind im März und April. Anders aber als in unseren gemäßigten Klimazonen verändert sich die Vegetation kaum.
Im Wesentlichen lassen sich somit drei Jahreszeiten unterscheiden:
  • Regenzeit von Ende Mai bis Mitte Oktober,
  • kühle Jahreszeit von Ende November bis Ende Februar und
  • heiße Jahreszeit in den Monaten März bis Mai
Die beste Reisezeit für Myanmar beginnt im November und endet etwa Mitte Februar. Zu dieser Zeit findet man fast überall angenehme Sommertemperaturen mit wenigen Niederschlägen vor. März und April können unerträglich heiß sein.
Im Dezember / Januar, wenn ich unterwegs bin, liegen die Temperaturen in Myanmar zwischen mindestens 10° und höchstens 32°C, je nachdem, wo man gerade unterwegs ist :-)) 
 

Geschichte Myanmars (Quelle: Wikipedia)

Im 11. Jahrhundert gründete König Anawrahta das erste birmanische Reich. Im 19. Jahrhundert fiel Birma nach mehreren Kriegen unter britische Herrschaft. Der letzte König von Birma wurde mit seiner Familie durch die britische Besatzung ins Exil nach Indien geschickt, wo er auch starb. Birma wurde Teil von Britisch-Indien.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Birma von Japan okkupiert und ein Marionettenstaat errichtet. Nach Kriegsende 1945 wurde das Land von den Briten besetzt und erneut in ihr Kolonialreich integriert.
1948 wurde Birma in die Unabhängigkeit entlassen. Seither halten bewaffnete Konflikte in verschiedenen Landesteilen an, wo ethnische Minderheiten gewaltsam für mehr Autonomie oder Unabhängigkeit kämpfen. Nach einer kurzen demokratischen Phase bis 1962 wurde Birma von verschiedenen Militärregimen kontrolliert.
Am 18. Oktober 1965 verabschiedete der Revolutionsrat ein Gesetz, nach dem alle Wirtschaftsunternehmen verstaatlicht wurden. Wenig später wurden alle christlichen Missionare zum Ende des Jahres 1966 ausgewiesen.
Am 8. August 1988 gipfelten monatelange Unruhen wegen der Wirtschaftspolitik des Militärs unter Führung von General Ne Win in der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten in der Hauptstadt Rangun mit mehreren Tausend Toten. Ein neues Militärregime unter General Saw Maung etablierte sich als Staatsrat für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung (SLORC).
1989 wurde das Land dann in Myanmar umbenannt. Als 1990 bei demokratischen Wahlen die oppositionelle Nationale Liga für Demokratie (NLD) einen Erdrutschsieg errang, wurden die Wahlen vom Militärregime für ungültig erklärt, und es kam zu einer blutigen Niederschlagung von friedlichen Studentenprotesten. Das Regime blieb an der Macht.
Die im August 2003 vom damaligen Premierminister Khin Nyunt verkündete „Road Map“ für den Weg zur Demokratie nahm mit der erneuten Einberufung der Nationalen Versammlung, die eine neue Verfassung erarbeiten sollte, ihren Lauf. Nach knapp zehnmonatigen Beratungen zwischen dem 17. Mai 2004 und dem 3. September 2007 erklärte der Vorsitzende der Kommission für die Einberufung der Nationalen Versammlung, Generalleutnant Thein Sein, dass man sich auf eine neue Verfassung geeinigt habe, die einen ersten Schritt zur Demokratisierung des Landes darstelle. Einen Termin für ein Referendum über den Verfassungsentwurf oder für freie Parlamentswahlen nannte er jedoch nicht.
Am 15. August 2007 wurden sämtliche Subventionen auf Kraftstoffe gestrichen. Die hierdurch auf bis zu 500 Prozent ansteigenden Preise für flüssigen Treibstoff und Gas waren der Anstoß zu Protestdemonstrationen, die sich bis Ende September auf das ganze Land ausweiteten. Sie wurden am 26. September gewaltsam niedergeschlagen.
Im Februar 2008 setzte die Militärjunta ein Referendum über die neue Verfassung im Mai 2008 an. Nach dem Terminplan sollten demokratische Wahlen 2010 stattfinden.
Ungeachtet der Katastrophe vom 3. Mai 2008, wo durch den Tropensturm Nargis Teile des Landes verwüstet wurden und bis zu 100.000 Menschen starben, führte das Regime am 10. Mai 2008 das Verfassungsreferendum wie geplant durch. Lediglich in den am schwersten betroffenen Gebieten wurde der Termin um zwei Wochen verschoben. Nach massiver Wahlfälschung und Einschüchterung verkündete das Militär schließlich eine 92,48-prozentige Zustimmung der wahlberechtigten Bevölkerung zur neuen Verfassung.
Am 7. November 2010 fanden die ersten Wahlen seit 1990 statt, woraufhin am 4. Februar 2011 der vorherige Premierminister Thein Sein zum ersten Präsidenten Myanmars seit 1988 ernannt wurde. Während die Parlamentswahlen von 2010 noch von der NLD boykottiert wurden, beteiligte sich die führende Oppositionspartei am 1. April 2012 erstmals seit 1990 wieder bei Parlamentswahlen. Bei den Nachwahlen wurden 45 der 664 Sitze in der Volksversammlung neu vergeben. 43 dieser 45 Sitze erhielt die Opposition mit der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.
Seit April 2011 sind in Myanmar die Anfänge eines Demokratisierungsprozesses zu verzeichnen. Anlass und Nahziel dieser neuen Politik ist die Lockerung der internationalen Handelsblockaden, die das Land in der Vergangenheit stark isoliert hatten. Unter anderem wurden nach Informationen des Europäischen Auswärtigen Dienstes die große Mehrzahl politischer Gefangener freigelassen, neue Vorschriften im Arbeits- und Investitionsrecht erlassen, die Kontrolle der Medien gelockert und mehr als 120 Gewerkschaften genehmigt. Im Juli 2013 kündigte Thin Sein die Freilassung aller politischen Gefangenen bis zum Jahresende an, die ersten der etwa 150 Gefangenen kamen daraufhin eine Woche später frei.

Menschenrechte (Quelle: Wikipedia)

Menschenrechtsorganisationen werfen Regierung und Armee Menschenrechtsverstöße wie Zwangsarbeit, Zwangsräumung von Dörfern, Folter, Vergewaltigungen und Einsatz von Kindersoldaten in den bis heute andauernden Kämpfen gegen Aufständische vor, vor allem gegen ethnische Minderheiten wie die Karen. Auch manche Rebellengruppen sollen Kinder rekrutiert und Zivilisten zur Zwangsarbeit verpflichtet haben.
Für den Bau einer Gaspipeline von Myanmar nach Thailand durch Total und Unocal (Yadana-Projekt) sollen, um die Pipeline vor Überfällen zu schützen, die Dörfer in diesem Gebiet weiträumig zerstört und die Bevölkerung umgesiedelt worden sein. Die belegten Fälle von Zwangsarbeit, Vertreibung und Mord führten zu Prozessen gegen die beiden Konzerne.
Ende Juni 2007 hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) öffentlich der Regierung schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Normalerweise äußert das IKRK seine Kritik vertraulich, doch da die Machthaber Myanmars nicht auf die Vorwürfe reagierten, habe man die Vorwürfe publik gemacht. Neben der Misshandlung von Gefangenen wurde vor allem die Verfolgung der Karen kritisiert.
Der muslimischen Minderheit in Myanmar, den Rohingya, wird die Staatsangehörigkeit verwehrt und ihre Bürgerrechte werden stark eingeschränkt. Von den Vereinten Nationen werden die Rohingya als eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt bezeichnet.
In der Rangliste 2011 von „Reporter ohne Grenzen“ zur Lage der Pressefreiheit lag Myanmar auf Platz 169 von 179, verbesserte sich aber bis 2014 auf Rang 145 von 180. Am 1. April 2013 erschienen erstmals seit 1962 wieder private Zeitungen in Myanmar, zuvor hatte das Informationsministerium acht von 14 Bewerbungen um eine Lizenz stattgegeben.

Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtiges Amtes:
http://www.auswaertiges-amt.de/sid_47E39B462C471A6C672EE8B9AF9A52C5/DE/Laenderinformationen