| 1. Tag 13.12.2014 |
Anreise
- Flug von Frankfurt via Kuala Lumpur nach Yangon |
|---|---|
| 2. Tag 14.12.2014 |
Ankunft
in Yangon; Transfer zum Hotel; Besuch des Nationalmuseums
und Spaziergang durch den Maha
Bandoola-Park zur Sule-Pagode,
Besuch der Shwedagon-Pagode zum
Sonnenuntergang; 30 km (2 Übernachtungen im Hotel Summit Park View*** in Yangon - http://www.summityangon.com/) |
| 3. Tag 15.12.2014 |
halbtägige
Besichtigungen in Yangon: Kandawgyi
Park, Botataung Pagode und
Bogyoke-Markt; Nachmittag zur freien
Verfügung (F) |
| 4. Tag 16.12.2014 |
Fahrt
nach Kin Pun; 200 km; mit einem lokalen
Truck zum Basiscamp von Kyaiktiyo
(10 km); Wanderung (1 Std.,
mittelschwer) zu unserem Hotel am Fuß des Goldenen
Felsens; kurzer Spaziergang
zum Goldenen Felsen (1 Übernachtung im Mountain Top Hotel**(*) in Kyaiktiyo - http://www.mountaintop-hotel.com) (F) |
| 5. Tag 17.12.2014 |
Wanderung
(0,75 Std. mittelschwer) zum Basiscamp von Kyaiktiyo, zurück mit
dem lokalen Truck nach Kin Pun (10 km); weiter mit dem Bus
nach Bago; Besichtigung der
Shwemawdaw-Pagode, des
Shwedthalyaung-Buddhas, des
Hanthawadi-Palastes und des lokalen
Marktes; der Tag endet in Yangon; 200 km (1 Übernachtung im Hotel Summit Park View*** in Yangon) (F) |
| 6. Tag 18.12.2014 |
Flug
nach Heho und Transfer zum Hotel auf dem Inle-See;
Bootsausflug auf dem Inle-See mit
Besichtigung der Phaungdaw
Oo-Pagode, der "schwimmenden
Gärten" und dem "Kloster
der springenden Katzen" Nga Phe Kyaung; 30 km (2 Übernachtungen im Hotel Golden Island Cottage*** auf dem Inle-See - http://www.gichotelgroup.com) (F) |
| 7. Tag 19.12.2014 |
Fahrradtour
durch herrliche Landschaft zum Dorf Mine
Thauk mit Besuch eines Waisenhauses
(30 km; leicht), am Nachmittag weitere Besichtigungen
per Boot auf dem Inle-See (F) |
| 8. Tag 20.12.2014 |
Fahrt
nach Pindaya mit Stopp am Pindaya-See
und Besuch der Grotten, Besuch einer
Werkstatt für Shan-Schirme; 100 km (1 Übernachtung im Conqueror Hotel*** in Pindaya - http://www.conquerorresorthotel.com) (F) |
| 9. Tag 21.12.2014 |
Ganztagesfahrt
nach Mandalay; 290 km (3 Übernachtungen im Hotel Ayarwaddy River View*** in Mandalay - http://www.ayarwaddyriverview-hotel.com) (F) |
| 10. Tag 22.12.2014 |
Besichtigungen in Mandalay mit dem Fahrrad: Königspalast, Shwenandaw-Kloster, Kuthodaw-Pagode, Mandalay Hill (20 km; leicht) (F) |
| 11. Tag 23.12.2014 |
Ausflug
nach Amarapura mit Besichtigung
des Mahagandayon-Klosters (wenn
möglich zum Almosengang der Mönche) und der U-Bein-Brücke, anschließend Bootsfahrt
nach Mingun mit Besichtigung der
Pagode und Fahrt
nach Sagain mit Besichtigung; 60 km
(F) |
| 12. Tag 24.12.2014 |
früh
morgens Transfer zum Pier und
Tagesfahrt mit dem Schiff
nach Bagan (das Boot fährt nur, wenn
genügend Gäste da sind, deshalb behalten wir uns auch einen Flug
vor); Transfer zum Hotel (3 Übernachtungen im Hotel Kaytumadi Dynasty**(*) in Bagan - http://www.kaytumadi.com/hotel.htm) (F) |
| 13. Tag 25.12.2014 |
Ganztagesbesichtigung
mit dem Fahrrad des Tempelfeldes von
Bagan: Shwezigon-Pagode, WetKyi-in
Gubyaukkyi, Thatbyinnyu, Dhammayangyi, Manuha-Tempel, Nanpaya- und
Ananda-Tempel (50 km; leicht bis mittelschwer) (F) |
| 14. Tag 26.12.2014 |
ganzer Tag frei in Bagan, Gelegenheit zu einer Ballonfahrt über Bagan (optional) (F) |
| 15. Tag 27.12.2014 |
lange
Fahrt mit dem Jeep nach Kanpetlet im
Mount Victoria Nationalpark, unterwegs Halt in Chauk
und Besuch des Marktes; 170 km (2 Übernachtungen im einfachen Mountain Oasis Resort I in Kanpetlet - http://www.audleytravel.com/destinations/southeast-asia/myanmar-burma/accommodation/mountain-oasis-resort.aspx) (F,M,A) |
| 16. Tag 28.12.2014 |
am Morgen Gipfelbesteigung des Mount Victoria (3.053 m) (3 Std., mittelschwer); Rückkehr zum Hotel und am Nachmittag Ausflug zu mehreren Chin-Dörfern (F,M,A) |
| 17. Tag 29.12.2014 |
Jeepfahrt
bis zum Startpunkt und Wanderung zum
Chin-Dorf Kyar Do, Kennenlernen der
tätowierten Chin-Frauen, Wanderung
zurück zum Fahrzeug (3 Std. mittelschwer) und Weiterfahrt
nach Mindat; (1 Übernachtung im einfachen Mountain Oasis Resort II in Mindat - http://www.audleytravel.com/destinations/southeast-asia/myanmar-burma/accommodation/mountain-oasis-resort-mindat.aspx ) (F,M,A) |
| 18. Tag 30.12.2014 |
morgens
Besichtigung von Mindat, anschließend
Rückfahrt nach Bagan mit Ankunft am
Abend; 370 km (1 Übernachtung im Hotel Kaytumadi Dynasty**(*) in Bagan) (F,M) |
| 19. Tag 31.12.2014 |
im
Laufe des Vormittags Transfer zum
Flughafen von Bagan (30 km) und Flug
nach Thandwe (entweder direkt oder via Yangon); Transfer
zum Ngapali-Strand (10 km); Beginn
des Badeaufenthaltes (3 Übernachtungen im Hotel Silver Beach**** in Ngapali - http://www.silverbeachngapali.com/) (F) |
| 20. Tag 01.01.2015 |
Badeaufenthalt am Ngapali-Strand (F) |
| 21. Tag 02.01.2015 |
Badeaufenthalt am Ngapali-Strand (F) |
| 22. Tag 03.01.2015 |
im
Laufe des Tages Transfer zum
Flughafen von Thandwe (10 km) und Flug
nach Yangon; Transfer zum Hotel in
Yangon; 30 km (1 Übernachtung im Hotel Summit Park View*** in Yangon) (F) |
| 23. Tag 04.01.2015 |
im
Laufe des Tages Transfer zum
Flughafen von Yangon (30 km) und
Rückflug via Kuala Lumpur nach Deutschland (F) |
| 24. Tag 05.01.2015 |
Ankunft in Frankfurt |
Montag, 17. November 2014
Geplanter Reiseverlauf
Donnerstag, 6. November 2014
Infos Myanmar
So,
bald ist es wieder so weit und meine nächste Fernreise beginnt. Am
13. Dezember 2014 geht es los, und zwar nach Myanmar. Nach vier
tollen Reisen in Mittel- und Südamerika habe ich mich dieses Mal für
Asien entscheiden. Und für Myanmar nicht zuletzt, weil mir von
mehreren Reisenden vorgeschwärmt wurde, was für ein schönes, noch
recht unverbrauchtes Land mit außergewöhnlich netten Menschen es
sei. Das und die Bilder, die ich im Internet und in meinem
Reiseführer gesehen habe, bescheren mir eine besondere Vorfreude auf
diese Reise. Aber auch die Hoffnung, bei dieser Reise mal wieder
etwas völlig neues zu sehen.
Meine diesjährige Reisebegleitung ist Manuela.
Manuela und ich haben uns im letzten Jahr bei der Costa Rica-Reise
kennengelernt und angefreundet. Da wir einige Gemeinsamkeiten und
auch reisetechnisch ähnliche Interessen haben, kam es, dass wir nun
diese Reise gemeinsam gebucht haben. Andernfalls hätte ich mich
vermutlich (dieses Mal) gegen Myanmar entschieden, da mir der
Einzelzimmerpreis mit 900 € für diese Reise doch zu hoch war und
ich das Risiko bei einer solchen Reise nicht eingehen würde, mir ein
Zimmer mit einer völlig fremden Person zu teilen. Was für ein
Horror, wenn man 24 Stunden mit einer Marion (Insider!) verbringen
müsste oder nachts die Augen nicht zu bekommt, weil die
Bettnachbarin schnarcht. Nein, entweder Freundin oder Einzelzimmer!
Hier nun vorab ein paar Infos über Myanmar für alle Interessierten:
Myanmar
['mijanmaːɐ]
Flagge
Die
neue Flagge wurde am 21. Oktober 2010 offiziell eingeführt. Diese
besteht aus drei gleich großen Streifen in Gelb, Grün und Rot. Im
Zentrum befindet sich ein großer, weißer Stern, dessen Spitze nach
oben zeigt.
- Gelb steht für Solidarität.
- Grün steht für Frieden, Ruhe und die grüne Umwelt.
- Rot steht für Mut und Entschlossenheit.
Landesname
Republic
of the Union of Myanmar (Republik der Union Myanmar)
Die
Umbenennung von
Birma, bzw. Burma in Myanmar erfolgte
durch das Gesetz Nr. 15/89 vom 18. Juni 1989.
Im Birmanischen bedeutet die Silbe Myan
„fest zusammenhaltend“, die Silbe Mar
„hart“, „stark“ oder auch „mächtig“.
Die
Vereinten Nationen übernahmen den neuen Namen des Staates wenige
Tage nach der Verkündung durch das Militär und mittlerweile sind
dem viele Staaten gefolgt.
Myanmar
ist
im deutschen Sprachraum, im Vereinigten Königreich, in Australien
und den USA nach wie vor unter der früheren Schreibweise Birma
beziehungsweise Burma
bekannt. Das
Festhalten an dem alten Namen ist vor allem als
Zeichen ihrer Missbilligung des Regimes zu
verstehen.
Regierungsform:
Formell
konzipiert die neue Verfassung Myanmar als parlamentarische
Demokratie mit Militäreinfluss.
Geographie
Myanmar
grenzt im Westen an Bangladesch und Indien, im Norden und Osten an
die Volksrepublic China, Laos und Thailand. Im Süden wird das Land
vom Indischen Ozean (Golf von Bengalen) begrenzt und das Andamanische
Meer trennt Myanmar von den südwestlich gelegenen indischen Inseln
der Andamanen und Nikobaren.
Das
Shan-Hochland mit Erhebungen bis zu 2500m liegt im Osten Myanmars und
entlang der Südwestküste liegt das Arakan-Joma-Gebirge mit bis zu
3000m hohen Bergen. Das Kachin-Bergland, ein südlicher Ausläufer
des Himalaya, befindet sich im Norden, und an der Grenze zu Indien /
China liegt der Hkakabo Razi, welcher mit seinen 5881 m der
höchste Berg Südostasiens ist.
Mit
676.577
qkm ist
Myanmar knapp
zweimal so groß wie Deutschland; größte Ausdehnung Nord-Süd 2.500
km, Ost-West 900 km.
Der
Regierungssitz Nay Pyi Taw (circa 200.000 Einwohner) ist mit
Inkrafttreten der Verfassung von 2008 (am 31. Januar 2011) auch
formell Hauptstadt des Landes geworden. Die frühere Hauptstadt
Rangun ist mit 6,5 Mio. Einwohnern immer noch wirtschaftliches und
kulturelles Zentrum mit Sitz der ausländischen Botschaften.
Bevölkerung,
Sprache,
Religion (Quelle:
Auswärtiges Amt)
Myanmar
hat
aktuell ca.
51 Millionen
Einwohner, welche
insgesamt
135 verschiedenen Ethien angehören, insbesondere:
Bamar (69 %), Shan (8,5 %), Karen (Christen) (6,2 %),
Rohingya (Muslime) (4,5 %), Mon (2,4 %), Chin (2,2 %),
Kachin (1,4 %) u. a. ethnische Minderheiten: Inder (1 %),
Chinesen (1–2 %)
Die
jährliche Wachstumsrate beträgt etwa 1,2 Prozent pro Jahr, die
Lebenserwartung ca. 64,9 Jahre (2012).
Die
Landessprache und Amtssprache ist Birmanisch (70%), wobei die
einzelnen Völker jeweils ihre eigene Sprache sprechen; Englisch ist
erste Fremdsprache und Sprache im diplomatischen und internationalen
Geschäftsverkehr.
In
Myanmar gibt es verschiedene Religionen, wobei der Buddhismus am
meisten verbreitet ist. Theravada-Buddhisten (ca. 89 Prozent),
Christen (ca. 5 Prozent), Muslime (ca. 4 Prozent), Hindus und
Animisten (je ca. 1 Prozent). Die buddhistische Ordensgemeinschaft
hat aufgrund der weiten Verbreitung des Theravada-Buddhismus eine
starke gesellschaftliche Stellung inne. Protestantische Kirchen
(insbesondere Baptisten) sowie die katholische Kirche sind vor allem
in Rangun und in den Siedlungsgebieten der ethnischen Minderheiten
prominent vertreten (Karen, Kayah, Mon, Chin, Kachin). Sie sind
sozial, nicht aber politisch-gesellschaftlich aktiv.
Bildungssystem (Quelle: Auswärtiges Amt)
Bildung
hat in der myanmarischen Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert.
Das Bildungssystem ist jedoch evident unterfinanziert und leidet an
mangelnden internationalen Kontakten. Die neue Regierung misst der
Reform des Bildungssystems, insbesondere der Qualitätssteigerung
eine große Bedeutung zu und hat angekündigt, mehr Haushaltsmittel
für Bildung zur Verfügung zu stellen. Die seit Februar 2014 im Amt
befindliche Erziehungsministerin, Prof. Khin San Yee, ist DAAD-Alumni
und besucht Deutschland im Juli 2014.
In
Myanmar herrscht allgemeine Schulpflicht. Im Gegensatz zu offiziellen
Angaben ist aber davon auszugehen, dass nicht alle myanmarischen
Kinder die Grundschule abschließen und nur ein kleiner Teil
weiterführende Schulen besucht. In abgelegenen Regionen gibt es zum
Teil keine staatlichen Schulen. Die vielfach vorhandenen monastischen
Schulen wiederum haben oft keine Mittel für Lehrergehälter. Weniger
als die Hälfte der Kinder schließt die Grundschule nicht im
vorgesehenen Alter ab. Die Analphabetenrate liegt in Myanmar bei
offiziell sechs Prozent, laut Vereinten Nationen jedoch bei etwa acht
Prozent. Derzeit führt eine Gruppe internationaler Geber über
UNICEF und in enger Abstimmung mit der Regierung ein strukturelles
Förderprogramm im Bereich der Grundschulbildung durch, an dem auch
Deutschland beteiligt ist.
Die
bedeutendsten Universitäten des Landes sind die University of
Yangon, die University of Mandalay, die Yangon Technological
University und das Yangon Institute of Economics. Darüber hinaus
gibt es zahlreiche weitere, zum Teil fachbezogene Hochschulen,
darunter nicht weniger als 24 Computeruniversitäten und 24
Technische Universitäten, deren Qualität aber an mangelnder
Ausstattung und der oft geringen Qualifikation der Dozenten leidet.
2013 wurden 7 Universitäten in Myanmar als Center of Excellence
eingestuft. Sämtliche Hochschulen des Landes sind staatlich und
werden von Ministerien verwaltet.
Klima
Myanmar
befindet sich im direkten Einflussbereich des Monsun, einer
Luftströmung, die sich von den kälteren zu den wärmeren Regionen
bewegt und die mit der jeweiligen Jahreszeit die Richtung wechselt.
Dieses Windsystem teilt Myanmar mit Indochina und Indien und Monsun
heißt nicht zugleich, dass es regnet. In der Zeit von Mai bis
Oktober weht der Monsun in Myanmar vom Meer zum Landesinneren, von
November bis April jedoch in die entgegen gesetzte Richtung. Die
südwestliche Richtung des Sommermonsuns bringt durch das Aufsteigen
der Feuchtigkeit als Kondenswasser häufig starke Niederschläge und
ähnelt daher einer Regenzeit. Der Wintermonsun hingegen weht aus
Nordosten und in seiner Begleitung findet sich nur selten Regen. Die
heißesten Monate des Landes sind im März und April. Anders aber
als in unseren gemäßigten Klimazonen verändert sich die Vegetation
kaum.
Im
Wesentlichen lassen sich somit drei Jahreszeiten unterscheiden:
- Regenzeit von Ende Mai bis Mitte Oktober,
- kühle Jahreszeit von Ende November bis Ende Februar und
- heiße Jahreszeit in den Monaten März bis Mai
Die
beste Reisezeit für Myanmar beginnt im November und endet etwa Mitte
Februar. Zu dieser Zeit findet man fast überall angenehme
Sommertemperaturen mit wenigen Niederschlägen vor. März und April
können unerträglich heiß sein.
Im
Dezember / Januar, wenn ich unterwegs bin, liegen die Temperaturen in
Myanmar zwischen mindestens 10° und höchstens 32°C, je nachdem, wo
man gerade unterwegs ist :-))
Geschichte Myanmars (Quelle: Wikipedia)
Im
11. Jahrhundert gründete König Anawrahta das erste birmanische
Reich. Im 19. Jahrhundert fiel Birma nach mehreren Kriegen unter
britische Herrschaft. Der letzte König von Birma wurde mit seiner
Familie durch die britische Besatzung ins Exil nach Indien geschickt,
wo er auch starb. Birma wurde Teil von Britisch-Indien.
Im
Zweiten Weltkrieg wurde Birma von Japan okkupiert und ein
Marionettenstaat errichtet. Nach Kriegsende 1945 wurde das Land von
den Briten besetzt und erneut in ihr Kolonialreich integriert.
1948
wurde Birma in die Unabhängigkeit entlassen. Seither halten
bewaffnete Konflikte in verschiedenen Landesteilen an, wo ethnische
Minderheiten gewaltsam für mehr Autonomie oder Unabhängigkeit
kämpfen. Nach einer kurzen demokratischen Phase bis 1962 wurde Birma
von verschiedenen Militärregimen kontrolliert.
Am
18. Oktober 1965 verabschiedete der Revolutionsrat ein Gesetz, nach
dem alle Wirtschaftsunternehmen verstaatlicht wurden. Wenig später
wurden alle christlichen Missionare zum Ende des Jahres 1966
ausgewiesen.
Am
8. August 1988 gipfelten monatelange Unruhen wegen der
Wirtschaftspolitik des Militärs unter Führung von General Ne Win in
der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten in der Hauptstadt
Rangun mit mehreren Tausend Toten. Ein neues Militärregime unter
General Saw Maung etablierte sich als Staatsrat
für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung (SLORC).
1989
wurde das Land dann
in
Myanmar
umbenannt. Als 1990 bei demokratischen Wahlen die oppositionelle
Nationale Liga für Demokratie (NLD) einen Erdrutschsieg errang,
wurden die Wahlen vom Militärregime für ungültig erklärt, und es
kam zu einer blutigen Niederschlagung von friedlichen
Studentenprotesten. Das Regime blieb an der Macht.
Die
im August 2003 vom damaligen Premierminister Khin Nyunt verkündete
„Road Map“ für den Weg zur Demokratie nahm mit der erneuten
Einberufung der Nationalen Versammlung, die eine neue Verfassung
erarbeiten sollte, ihren Lauf. Nach knapp zehnmonatigen Beratungen
zwischen dem 17. Mai 2004 und dem 3. September 2007 erklärte der
Vorsitzende der Kommission für die Einberufung der Nationalen
Versammlung, Generalleutnant Thein Sein, dass man sich auf eine neue
Verfassung geeinigt habe, die einen ersten Schritt zur
Demokratisierung des Landes darstelle. Einen Termin für ein
Referendum über den Verfassungsentwurf oder für freie
Parlamentswahlen nannte er jedoch nicht.
Am
15. August 2007 wurden sämtliche Subventionen auf Kraftstoffe
gestrichen. Die hierdurch auf bis zu 500 Prozent ansteigenden Preise
für flüssigen Treibstoff und Gas waren der Anstoß zu
Protestdemonstrationen, die sich bis Ende September auf das ganze
Land ausweiteten. Sie wurden am 26. September gewaltsam
niedergeschlagen.
Im
Februar 2008 setzte die Militärjunta ein Referendum über die neue
Verfassung im Mai 2008 an. Nach dem Terminplan sollten demokratische
Wahlen 2010 stattfinden.
Ungeachtet
der Katastrophe vom 3. Mai 2008, wo durch den Tropensturm Nargis
Teile des Landes verwüstet wurden und bis zu 100.000 Menschen
starben, führte das Regime am 10. Mai 2008 das Verfassungsreferendum
wie geplant durch. Lediglich in den am schwersten betroffenen
Gebieten wurde der Termin um zwei Wochen verschoben. Nach massiver
Wahlfälschung und Einschüchterung verkündete das Militär
schließlich eine 92,48-prozentige Zustimmung der wahlberechtigten
Bevölkerung zur neuen Verfassung.
Am
7. November 2010 fanden die ersten Wahlen seit 1990 statt, woraufhin
am 4. Februar 2011 der vorherige Premierminister Thein Sein zum
ersten Präsidenten Myanmars seit 1988 ernannt wurde. Während die
Parlamentswahlen von 2010 noch von der NLD boykottiert wurden,
beteiligte sich die führende Oppositionspartei am 1. April 2012
erstmals seit 1990 wieder bei Parlamentswahlen. Bei den Nachwahlen
wurden 45 der 664 Sitze in der Volksversammlung neu vergeben. 43
dieser 45 Sitze erhielt die Opposition mit der
Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.
Seit
April 2011 sind in Myanmar die Anfänge eines
Demokratisierungsprozesses zu verzeichnen. Anlass und Nahziel dieser
neuen Politik ist die Lockerung der internationalen Handelsblockaden,
die das Land in der Vergangenheit stark isoliert hatten. Unter
anderem wurden nach Informationen des Europäischen Auswärtigen
Dienstes
die große Mehrzahl politischer Gefangener freigelassen, neue
Vorschriften im Arbeits- und Investitionsrecht erlassen, die
Kontrolle der Medien gelockert und mehr als 120 Gewerkschaften
genehmigt. Im Juli 2013 kündigte Thin Sein die Freilassung aller
politischen Gefangenen bis zum Jahresende an, die ersten der etwa 150
Gefangenen kamen daraufhin eine Woche später frei.
Menschenrechte (Quelle: Wikipedia)
Menschenrechtsorganisationen
werfen Regierung und Armee Menschenrechtsverstöße wie Zwangsarbeit,
Zwangsräumung von Dörfern, Folter, Vergewaltigungen und Einsatz von
Kindersoldaten in den bis heute andauernden Kämpfen gegen
Aufständische vor, vor allem gegen ethnische Minderheiten wie die
Karen. Auch manche Rebellengruppen sollen Kinder rekrutiert und
Zivilisten zur Zwangsarbeit verpflichtet haben.
Für
den Bau einer Gaspipeline von Myanmar nach Thailand durch Total und
Unocal (Yadana-Projekt) sollen, um die Pipeline vor Überfällen zu
schützen, die Dörfer in diesem Gebiet weiträumig zerstört und die
Bevölkerung umgesiedelt worden sein. Die belegten Fälle von
Zwangsarbeit, Vertreibung und Mord führten zu Prozessen gegen die
beiden Konzerne.
Ende
Juni 2007 hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK)
öffentlich der Regierung schwere Menschenrechtsverletzungen
vorgeworfen. Normalerweise äußert das IKRK seine Kritik
vertraulich, doch da die Machthaber Myanmars nicht auf die Vorwürfe
reagierten, habe man die Vorwürfe publik gemacht. Neben der
Misshandlung von Gefangenen wurde vor allem die Verfolgung der Karen
kritisiert.
Der
muslimischen Minderheit in Myanmar, den Rohingya, wird die
Staatsangehörigkeit verwehrt und ihre Bürgerrechte werden stark
eingeschränkt. Von den Vereinten Nationen werden die Rohingya als
eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt bezeichnet.
In
der Rangliste 2011 von „Reporter ohne Grenzen“ zur Lage der
Pressefreiheit lag Myanmar auf Platz 169 von 179, verbesserte sich
aber bis 2014 auf Rang 145 von 180. Am 1. April 2013 erschienen
erstmals
seit 1962 wieder private Zeitungen in Myanmar, zuvor hatte das
Informationsministerium acht von 14 Bewerbungen um eine Lizenz
stattgegeben.
Reise-
und Sicherheitshinweise des Auswärtiges Amtes:
http://www.auswaertiges-amt.de/sid_47E39B462C471A6C672EE8B9AF9A52C5/DE/Laenderinformationen
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