Dienstag, 16. Dezember 2014

Der goldene Felsen


16.12.2014
Um halb sechs geht der Wecker, um sechs sind wir beim Frühstück, um sieben sitzen wir im Bus. Heute fahren wir Richtung Goldenen Felsen. Nach etwas zwei Stunden machen wir den ersten Stopp um uns eine Pagode mit vier riesigen sitzenden Buddhas anzusehen. Danach geht es weiter bis Bago, wo wir auf einen einheimischen Lebensmittelmarkt gehen. Das ist ein echtes Erlebnis! Es ist voll, laut, wuselig, trotzdem friedlich – herrlich! Und ich habe überhaupt kein unwohles Gefühl, wie es doch in Südamerika das eine oder andere Mal hatte, wenn man auf große Massen Einheimischer stößt. Hier wird in kleinen Straßen alles angeboten, Stoffe und Hemden, Obst und Gemüse, getrockneter oder gemahlener Fisch, Gewürze… Einige Verkäufer bieten lauitstark ihre Waren an, junge Mönchen bitte um eine Spende. Ich bin froh, dass ich auf diese Weise die vorher an einem Obststand zurück bekommenen, völlig zerflederten, schmierigen Geldscheine schnell wieder los werden kann und gleichzeitig eine gute Tat tue. Einige junge dürre Frauen mit winzigen Babys auf dem Arm betteln uns anm, aber das hält sich in Grenzen. Auch hier gibt es wieder einige Obssorten, die wir nicht kennen und So kauft eine Tüte mit „Schlangenhautfrucht“, die aussieht wie eine langgezogene Litschi, und auch von der Konsistenz ähnlich ist. Den Geschmack kann ich nicht genau beschreiben, auch ähnlich, nicht ganz so süß, ganz lecker. Das wirklich abenteuerliche an Bago aber ist es, hier die Straße zu überqueren. Was ich in Yangon schon als gefährlich angesehen habe, war dagegen ein Klaks. Hier fahren jede Menge Autos, Laster, Motorräder, Fahrräder, eben alles auf einer in beiden Richtungen zweispurigen Straße, und man muss irgendwie dazwischen durch auf die andere Straßenseite! Aber es geht! So sagte vorher im Bus ganz treffend, dass hier ein anderes Verkehrssystem gelte: Jeder fährt wie er will! Das Gefühl habe ich eindeutig auch. In Yangon sind ja Motorräder verboten, dafür wimmelt es hier nur so davon, auf den meisten sitzen mindestens zwei Personen, oft noch beladen mit Einkäufen. Anschließend schauen wir uns die Shwemawdaw-Pagode an, unter der das Schlüsselbein von Buddah liegen soll. Diese Pagode ist 130 Meter hoch und die erste, die  mir gefällt. Hier ist es ruhig, keine Lautsprecherbeschallung und recht leer. Auf der Anlage stehen rund um die Pagode hübsche Bäume und die anderen Gebäude wirken nicht ganz so durcheinandergewürfelt. Bis zum Basiscamp am Goldenen Felsen dauert die Fahrt noch einmal ca. 2 Stunden. Einmal machen wir noch an der Straße Halt, wo jede Menge getrocknete Schlangenkopffische angeboten werden und man sehen kann, wie diese am Flussrand auf großen Holzgestellen getrocknet werden. Mittags essen wir auf dem Weg in einem Restaurant, auch hier wieder viel, lecker und billig. Gegen 14:39 Uhr sind wir am Basiscamp in Kyaiktiyo. Die ganze Zeit schon haben wir dicke dunkle Wolken gesehen und ausgerechnet jetzt fängt es an zu regnen. Zunächst ignorieren wir die Frauen, die uns Regenponchos verkaufen wollen, aber als die Tropfen immer dicker und heftiger werden, kaufen die meisten dann doch einen. Immerhin werden wir die nächste Dreiviertelstunde auf der Ladefläche eines Trucks sitzen. Auf diesem sind ca. 6 enge ungepolsterte Sitzreihen, auf die wir uns zu viert, bzw. fünft quetschen. Eigentlich sollen pro Reihe 6 Leute sitzen, aber das kann nur für Asiaten gelten. Wir stehen noch ewig da rum, bis alle Plätze belegt sind. Inzwischen hat der Regen aufgehört und meine Blase ist randvoll. Dann geht die abenteuerliche Fahrt los, die Straße schlängelt sich in Serpentinen den Berg hoch und der Fahrer fährt nicht gerade zimperlich. Ich bin doch etwas beruhigt, als ich höre, dass es sich hier um eine Einbahnstraße handelt. Bis uns der erste Truck entgegen kommt! Keine Einbahnstraße. Irgendwann gewöhnt man sich an die Fahrt und bei einer Passage kreischen wir wie auf der Achterbahn. Zwischendurch hält der truck an diversen Stationen, wo durch einen Lautsprecher zu Spenden aufgerufen wird und dort jeweils einige Leute mit Sammelschalen stehen. Zum Glück müssen wir an einer Stelle länger anhalten, weil die Straße dann doch zur Einbahnstraße wird, denn ich nutze die Gelegenheit, um auf die Toilette zu gehen. Beim äußeren Anblick erwarte ich das schlimmste, aber abgesehen von den sowieso überall gegenwärtigen Stehklos, ist das auch im Vergleich zu Peru oder Bolivien ein Traumklo! Danach ist die Fahrt entspannter und recht kurzweilig, die Gegend wunderschön, alles traumhaft grün und die Wälder erinnern an Nebelwald. Und so erreichen wir recht schnell die „Mittelstation“. Früher mussten Touristen ab hier laufen, weil die restliche Strecke zu gefährlich ist. Heute gibt es, so erklärte uns So, eine Touristenversicherung, so dass wir bis nach oben fahren konnten. Allerdings wären wir lieber gelaufen, immerhin hatten wir ja einen „Aktivurlaub“ gebucht. Aber dann wäre die Zeit angeblich zu knapp geworden um bei Sonnenuntergang am Goldenen Felsen zu sein. Die letzten paar Meter bis zum Hotel („Mountain Top Hotel“) gehen wir dann noch zu Fuß, an zig Verkaufsständen vorbei. Aber immerhin sind die Leute nicht aufdringlich. Das Hotel ist irgendwie urig, die Zimmer verteilen sich unter- und nebeneinander auf der hinteren Seite des Berges. Manuela und ich haben ein Zimmer ganz weit unten… Nachdem wir unsere Sachen kurz sortiert haben, geht es auch schon wieder los, ab zum Goldenen Felsen. Mann, bin ich NAIV!!! Ich habe mir das hier so vorgestellt, dass man auf einem schmalen ausgetretenen Trampelpfad bis zum Felsen hochpilgert, diesen einmal umrunden kann und dann wieder einen entsprechenden Weg hinabsteigt…Auf das, was uns hier erwartet, hat mich niemand vorbereitet! Kein Reiseführer, kein Reiseleiter, niemand! Von weitem schon hören wir wieder über Lautsprecher die Spendenaufrufer. Nachhdem wir die Schuhe abgestellt und die Treppe zum Hauptgelände erklommen haben, blicken wir über eine riesige Plattform mit hunderte, oder vielleicht sogar tausenden Menschen. Ein riesiges Gewusel, ganz gruselig. Aber auch hier: wenig Touristen, viele Gläubige. Es ist kaum zu glauben, aber diese Kirmes wird von denen selbst veranstaltet! Wir gehen weiter, machen die ersten Fotos vom goldenen Felsen, den man natürlich kaum ohne Menschen darauf aufs Bild bekommt. Ganz schrecklich! Ich habe mir das so ganz anders hier vorgestellt! Naiv halt! Wir umrunden den Felsen, machen aus allen Perspektiven ein Bild und warten auf den Sonnenuntergang. Da es heute bewölkt ist, ist dieser leider nicht sonderlich spektakulär und so gehen wir dann gemütlich zurück zum Hotel. Dort duschen wir schnell und gehen dann in die Lobby um dort unser wohlverdientes Bier zu trinken und mit zu Hause zu chatten. Um 7:00 Uhr treffen wir uns zum gemeinsamen Abendessen (ich esse nur Krabbenchips – für mehr Geld als das Mittagessen) und lassen den Abend ausklingen.



Yangon- Overpagodaed


15.12.2014
Der Tag startet um kurz nach sieben, als der Wecker geht. Ich habe super geschlafen und fühle mich fit und ausgeruht. Das Frühstück bietet zwar viel Auswahl, aber nicht allzu viele Alternativen für uns, da wir morgens weder Nudelsuppe noch gebratenen Reis, gebackenen Fisch oder englisches Breakfast mögen. Aber es ist ok, es gibt frisches Obst und frisch gepressten Melonensaft. Und guten Kaffee! Um 9:00 Uhr geht es los mit dem Bus zu unserer Sightseeing-Tour durch Yangon. Diese beginnt an der Botataung-Pagode, für die zwei Kaufleute erbaut wurde, die der Legende nach 8 Haupthaare des Buddhas nach Yangon gebracht haben. Es ist die erste Pagode, die ich sehe, es ist wirklich interessant, vieles ist gold oder vergoldet, alles glitzert irgendwie. Es sind zwar einige Touristen dort, aber die Mehrheit sind doch Gläubige, die hier beten. Trotzdem das alles für mich neu ist, bin ich nicht sonderlich beeindruckt, weil ich irgendwie so null Bezug zu all dem aufbauen kann. Noch schlimmer wird es später in der Sule-Pagode, die wir nach einem Stadtrundgang besichtigen. Der Rundgang führt uns zunächst zum Postamt, einem Kolonialbau von 1908, wo wir uns mit Postkarten und Briefmarken eindecken. Danach geht es weiter zum berühmten Hotel „Strand“, einem teuren 5*-Hotel, wo wir aber die Lobby und die Toiletten besichtigen können. Von dort geht es weiter zum Hafen, was nicht wirklich interessant war. Abenteuerlich dagegen ist hier die Straßenüberquerung. Eine sechsspurige Straße mit dichtem Verkehr wird einfach überquert in der Hoffnung, die Autos halten an bzw. fahren langsamer. Das klappt auch meistens J. Wir gehen weiter durch Straßen mit tollen kolonialen Gebäuden, die leider ziemlich heruntergekommen sind. Das erinnert mich auch wieder sehr an Kuba, dieser Charme alter Häuser, die allein deshalb belebt aussehen, weil die Wäsche auf den Balkonen trocknet.. In einem Reiseführer habe ich gelesen, dass Yangon das Potential zur schönsten Stadt Asiens hätte (wie vor 100 Jahren bereits). Gestern habe ich mir das nicht vorstellen können, aber wenn all diese wunderschönen Gebäude erhalten und hergerichtet würden, kann man sich das durchaus vorstellen. Es gibt dahingehend wohl auch inzwischen Bestrebungen, aber wie soll das finanziert werden? Überall auf den Straßen bieten Straßenhändler alles mögliche an und trotz der vollen Straßen und des permanenten Hupkonzertes wirkt alles sehr entspannt auf mich. Die einzigen wirklich aufdringlichen Leute sind die Postkartenverkäuferinnen im Maha Mandoola-Park (benannt nach einem berühmten Feldherrn Myanmars). Die eine „verfolgt“ uns durch den ganzen Park, obwohl sie bereits 1000 mal Nein von uns gehört hat und wir ihr sogar unsere bereits erworbenen Postkarten zeigen. Der Park ist klein aber fein, sehr gepflegt mit kunstvoll beschnittenen Bäumchen. In der Mitte steht ein Obelisk, welcher die Unabhängigkeit Myanmars symbolisiert. Vom Park aus geht es dann zur Sule-Pagode. Diese Pagode befindet sich mitten in einem großen Kreisverkehr, außen herum sind Souvenier- und andere Läden gebaut. Auch hier müssen wir zuerst unsere Schuhe ausziehen, bevor wir die Stufen zum Pagodengelände hochgehen. Dort bin ich das erste Mal fast erschlagen von all dem Kitsch. Hinter einigen Buddhafiguren hängen bunte elektrische Blinklichter, alles ist golden oder kitschig bunt, alles wirkt für mich wild durcheinander gewürfelt. Das gilt auch für die verschiedenen Gebäude auf dem Gelände (das widerum wird später bei der Swedagon-Pagode noch getoppt). Eine Frau redet permanent durch ein Mikrofon irgendwas, was sich für mich anhört wie bei einer Kirmes an einer Losbude. Tatsächlich erklärt So uns, dass die Frau die Leute zu Spenden aufruft! Überhaupt ist alles ziemlich laut und schrill, mit Meditation; bzw. Spiritualität, wie ich es erwartet hatte, hat das für mich nichts zu tun. Ich bin echt etwas schockiert. Ich habe mit ruihiger Besinnlichkeit, flüsternden  und Menschen gerechnet. Wahrscheinlich macht wahre Meditation aus, das alles ausblenden zu können. Nun ja. So erzählt einiges über die Pagode und den buddhistischen Glauben. Dabei lerne ich, dass ich, da ich an einem Freitag geboren wurde, ich im burmesischen Zeichen des Maulwurfs (oder Meerschweinchen) lebe. Ich huldige dem dann auch an der Planetenandachtsstelle für Freitagsgeborene, indem ich dem Buddha dort etwas Wasser über den Kopf schütte. Nach dem Pagodenbesuch bringt uns der Bus zum Mittagessen in den Kandawagyi-Park. Hier sitzen wir sehr idyllisch am See, werden dann aber einer harten Geduldsprobe unterstellt. Der (sehr junge) Kellner, der sich permanent sein Gemächt festhält als hätte er Angst, es würde aus seinem Longhi fallen, versteht offensichtlich kein Wort. Kein einziges. Und dieser Eindruck bleibt, als So die Bestellungen für uns weitergibt. So verwundert es auch nicht, dass ein Teil der Gruppe falsche Getränke oder Speisen bekommen, andere (ich auch) erstmal gar nichts. Zum Glück ist So in der Nähe, der mehrfach versucht, den ratlosen Kellnern die offenen Bestellungen weiterzugeben. Am Ende werden wir dann alle doch satt und das Essen ist auch super lecker (ich habe mit 6 Shrimps gefüllte Frühlingsrollen) und super günstig (inkl. Cola zahle ich rd. 4 Euro). Nach dem Essen machen wir einen kleinen Verdauungsspazierganz durch den Park, danach fahren wir mit dem Bus zum fünftgrößten liegenden Buddha Myanmars. Auf das, was mich dort erwartet, bin ich nicht im geringsten vorbereitet! Wir betreten (barfuß natürlich) eine riesige Halle mit Stahlträgern in der Mitte und schauen direkt auf eine Wand aus Blinklichtern und einem riesigen Tisch mit Opfergaben aller Art (von Gefäßen mit Obst bis zu Coladosen). Die Säulen sind alle bestückt mit Spiegelmosaik. Ich bin so geblendet, dass ich den riesigen Buddha, der dahinter rumliegt, zuerst gar nicht wahrnehme. Das geht allerdings den meisten der Gruppe so. Der Buddha ist 70 m lang und 15 m hoch, gebaut aus Ziegeln, die verputzt und angemalt wurden. Der goldene Teil ist hier nur Farbe, kein Blattgold. Ich mache ein paar Fotos, schaue mir seine Füße an, auf dessen Sohlen sich 108 Symbole befinden und ergreife dann die Flucht nach draußen. Aber auch hier geht das nervenzehrende Gedudel weiter, da es sowohl drin als auch draußen über Lautsprecher verteilt wird. All das wird nicht für die Touristen veranstaltet, sondern ist tatsächlich für die Gläubigen, de vor dem Opfergabentisch sitzen und den Buddha anbeten, gedacht. Ich muss an dieser Stelle schon für mich feststellen, dass ich mir lieber tote alte Steine einer untergegangenen Kultur anschaue. Das Highlight des Tages ist dann die Shwedagon-Pagode***. Diese Anlage ist riesig, voll und für mich wirkt auch hier wieder alles bunt durcheinandergewürfelt. Das schlimmste sind auch hier wieder die überall grell blinkenden Lichter. Wir schlendern im Uhrzeigersinn um die Stupa und warten auf den Sonnenuntergang, in dessen Licht alles natürlich noch „schöner“ aussehen soll. Dämmerungslicht ist immer schön, aber vor allem kommen die Blinklichter dann noch besser zur Geltung. Die Stupa selber wirkt heute grundsätzlich nicht so schön, da sie komplett eingehüllt ist in Bambusmatten und ein Gerüst aus Bambus. Alle fünf Jahre wird die Stupa renoviert, das heißt, mit neuen Goldplättchen versehen. Und jetzt ist gerade wieder Zeit. Das hatte uns der Reiseveranstalter aber bereits vorher mitgeteilt, so dass sich die Enttäuschung in Grenzen hielt. Das ganze Gold soll insgesamt ca. 100 Tonnen wiegen! Ich bin jetzt schon absolut „overpagodaed“, wie es in dem „Handbuch für Myanmar“ so schön bezeichnet wird. Ist einfach nicht meins!
Gegen 18:30 Uhr ist dann der offizielle Teil des Tages beendet. Der Bus lässt uns dann auf unsere Bitte wieder an dem Restaurant vom Vortag raus. Heute entscheide ich mich für Butterfisch mit Pepperoni und Reis, was wieder sehr lecker und super günstig (etwa 4  Euro) ist. Da wir morgen recht früh starten werden, hatte ich eigentlich vor, früh ins Bett zu gehen, aber bis wir den ganzen Krempel sortiert haben (wir lassen das Hauptgepäck im Hotel und nehmen nur einen Tagesrucksack mit) und ich noch das Wlan nutze um mit zu Hause zu texten, ist es dann doch wieder recht spät.

*Yangon; oder Rangun ist mit rd. 5,5 Mio Einwohnern die größte Stadt Myanmars, bis 2005 auch Hauptstadt (danach wurde der Regierungssitz nach Napyidaw verlegt. Yangon bedeutet „Stadt des Friedens“, die Engländer gaben der Stadt den Namen Rangun (Rangoon)
**Sule-Pagode Die Sule Pagode wurde im Jahr 235 v. Chr. errichtet, während des Krieges zerstört und in alter achteckiger Form wieder errichtet. Die 46 Meter hohe Pagode erhielt ihren Namen von dem Beschützergeist der Singuttara Hügel "Sule-Nat". Angeblich beherbergt die zentrale Stupa ein Haar des Buddha.
***Shwedagon-Pagode Die Shwedagon-Pagode ist der wichtigste Sakralbau und das religiöse Zentrum Myanmars in Yangon und ist der Legende nach vor über 2500 Jahren erbaut worden. Sie gilt als Wahrzeichen des ganzen Landes und ist eine der berühmtesten Pagoden der Welt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mit Gold und Edelsteinen reich verziert, die 60.000 Quadratmeter große Plattform besteht aus Marmorplatten. Ihr mit Glocken behängter Schirm ist mit tausenden Diamanten, Rubinen und Saphiren verziert, an der Spitze befindet sich ein 76-karätiger Diamant. Die achteckige Pagode mit einem Umfang von 413 m ist 116 m hoch. In den geheimen Kammern des Stupas sollen Reliquien der vier Buddhas aufbewahrt sein, die nach einer der zahlreichen Deutungslehren bislang auf Erden wandelten, darunter acht Haare des vierten Buddhas Siddhartha Gautama, der als Begründer der Lehre verehrt wird.