Dienstag, 30. Dezember 2014

Drei Tage abseits der Zivilisation


27.12.2014
Um 8.00 Uhr geht es heute morgen los, so dass wir einigermaßen ausschlafen können. Wir werden mit zwei Kleinbussen abgeholt, wofür wir schon nach kurzen sehr dankbar, da wir laut Reisebeschreibung mit Jeeps in die Berge fahren sollten, das aber wegen dem extremen Staub überall ganz furchtbar geworden wäre. Den ersten Stopp machen wir auf dem Markt in Chauk, über den wir gemeinsam gehen. Das Örtchen finde ich ganz furchtbar, dreckig, staubig, die Menschen wirken schmuddeliger als woanders und es laufen einige bettelnde Kinder herum. Der Mrkt ist aber ganz nett, weil es ein reiner Einheimischenmarkt ist und niemand uns was aufschwatzen will. Der Hammer ist an einer kleinen Kreuzung, wo ein riesiges Schwein auf einem Haufen Müll liegt und genüsslich irgendein Zeug frisst. Ein weiteres kleineres Schwein steht auch noch dahinter. Danach ist die Fahrt ziemlich mühselig, da wir stundenlang über eine ganz schlimme staubige Serpentinenstraße fahren, voller Schlaglöcher und Schottersteine. An manchen Teilen sehen wir wieder jede Menge Straßenbauarbeiter (wieder sehr viele Frauen), die in absoluter Handarbeit (sie legen die groben Steine per Hand wie bei einem Puzzle) die Straße asphaltieren. Allerdings werden wohl noch die Enkel und Urenkel daran arbeiten, wenn man den Fortschritt im Vergleich zur Länge der Straße. Naja, so eiern wir da Kurve um Kurve weiter, und ich hoffe die ganze Zeit, uns möge kein größeres Gefährt entgegen kommen, denn es geht ziemlich steil ab. Die Landschaft wird allerdings immer schöner, um so bergiger es wird, grün bewaldete Bergrücken in alle Richtungen, super schön! Irgendwann kommen wir in eine Talsenke, wo alles mögliche angebaut wird, und dieses Bild der kleinen bunten Felder vor den grünen Bergen ist einfach herrlich! Am späten Mittag fahren wir durch ein Dorf, laut So gar nicht mehr so weit weg von unserer Unterkunft. Wir fahren an einem Restaurant vorbei, wo draußen am staubigen Straßenrand einer in etwa fünf Spülbecken Geschirr spült. Renate meint gerade, dass sie hier nichts essen wollen würde, da das Spülwasser eine ziemliche Brühe ist, da fahren unsere Autos an den Straßenrand und parken. Hier wird unser heutiges Mittagessen eingenommen. Zugegebenermaßen bin ich anfangs echt schockiert, dass wir hier essen sollen, wegen dem Spüler, wegen der Küche und dem Gedanken an die nicht vorhandenen hygienischen Verhältnisse. Innen ist es spartanisch-einfach, es gibt nur eine kalte Cola, der Rest kommt aus dem Schrank. Das Essen ist wieder burmesisch, mit vielen Kleinigkeiten, die auf den Tisch gestellt werden, Hähnchen, Hirsch und Rind, Gemüse, Linsen, scharfe Soße und wirklich schmackhaft und lecker! Dann sind es angeblich „nur noch“ 20 Kilometer bis zu unserem Ziel. Dafür brauchen wir aber noch weiter 1,5 Stunden, die wir uns mehr und mehr den Berg hochschrauben. Wir kommen durch winzige Dörfer, und es ist teilweise so dermaßen staubig, dass die Leute nur mit der Hand vor dem Gesicht rumlaufen. Und dann sind wir angekommen, auf unserer Ecco-Lodge (Mountain Oasis Resort I) auf 1800 m. Drei Tage ohne Komfort, das war uns klar (trotzdem hatte ich die klitzekleine Hoffnung, dass auch hier bereits das Internet Einzug gehalten hat), schließlich haben wir das so gebucht. Die Realität sieht dann aber gar nicht mehr so toll aus. Die äußerst spartanisch eingerichteten Hütten bestehen aus einem kleinen Raum mit zwei Betten, die bretthart sind. Das Bad ist irgendwie halboffen, kalt, und oll. Grundsätzlich gibt es nur abends von 18.00 Uhr bis 22.00 Uhr Strom, und von 17.30 Uhr an eine Stunde lang heißes Wasser zum Duschen. Back to the Roots. Wir beziehen unsere Hütte, richten uns notdürftig ein, bis wir feststellen müssen, dass unsere Klospülung nicht funktioniert. Wir melden das, und zwei Leute kommen zur Reparatur, allerdings ohne erkennbaren Erfolg, so dass wir nach einem anderen Zimmer fragen. Das bekommen wir auch, die Klospülung funktioniert auch. Allerdings müssen wir dann feststellen, dass das Licht im Bad und unsere Taschenlampe im Zimmer (hier ja dringend erforderlich) nicht funktionieren. Beides wird ausgetauscht. Andere in der Gruppe haben ähnliche Probleme, und so ist der Start in dieser Unterkunft nicht sonderlich erquickend Inzwischen ist es auch schon ziemlich kalt. Nach und nach finden wir uns im Gemeinschaftsraum ein, der durch einen Holzfeuerofen gewärmt wird und das Essen, das auch wieder aus verschiedenen kleinen Gerichten besteht ist sehr lecker. Aber auch hier, wo eigentlich nur der Aufenthaltsraum gewärmt ist, bleibt die Gruppe nicht ewig zusammen sitzen, gegen 21.00 Uhr sind wieder alle in ihren Hütten verschwunden. Dort ist es eisig kalt und wir bereiten uns auf eine sehr kalte Nacht vor. Unser Schlafgewand hatten wir vorher schon angezogen, damit wir uns nicht mehr ganz ausziehen müssen. Insgesamt liege ich dann auf einer Wolldecke, die ich unter mir ausgebreitet habe, in meinem Inlay und zwei Steppdecken obenauf, ich habe außer einem Langarmshirt auch noch meine dünne Daunenjacke an. Um 22.00 Uhr wird der Strom abgestellt, aber da sind wir eh schon bereit zu schlafen….

 


28.12.2014
Die Nacht ist nicht so schlimm wie befürchtet. Irgendwann ist mir sogar so warm, dass ich meine Daunenjacke ausziehen kann. Gegen 6.00 Uhr sind wir beide wach und da wir keine Lust mehr haben rumzuliegen, stehen wir schon auf. Ich wasche mir das Gesicht mit eisigem Wasser  - heute muss Katzenwäsche genügen! Es ist noch dunkel, Strom gibt es ja keinen. Um halb sieben sind wir draußen auf der Aussichtsplattform und bestaunen den Sonnenaufgang. Sehr schön! Und heute morgen wirkt das ganze hier auch irgendwie total idyllisch. Trotzdem bin ich froh, eine Nacht bereits hinter mir zu haben, jetzt müssen wir nur noch zwei hinter uns bringen! Ich muss doch zugeben, dass ich in dieser Hinsicht ein kleines Luxusweibchen bin und so etwas nicht unbedingt nochmal buchen würde. Ich brauche Strom und warmes Wasser, wann ich es haben möchte! Das Frühstück besteht aus süßem Toast, noch süßerer Marmelade und einem Spiegelei. Nun ja, man ist halt gesättigt. Dann, um 8.00 Uhr geht es heute los, mit den Bussen fahren wir die Serpentinenstraße, weiter hoch; Staub ohne Ende! Und wieder treffen wir auf Bauarbeiter, die jetzt teilweise schon wieder fleißig sind, manche sitzen aber auch beim Frühstück an einem kleinen Feuer vor ihren armseligen Behausungen, die aus Zelten aus LKW-Plane bestehen, schlafen tun die offenbar auf dem Boden, alles sind barfuß in FlipFlops oder Sandalen (wir haben im Auto mit Socken und Schuhe kalte Füße!). Und diese Leute leben tagein tagaus in diesem Staub, wochen- oder vielleicht sogar monatelang!! Entsprechend traurig oder besser resigniert schauen diese Menschen auch drein. Es ist unfassbar, sich solch ein Leben vorzustellen ist uns nicht möglich! In diesem Moment kommt uns unsere einfache Behausung wie eine Luxusherberge vor und wir nehmen uns vor, über nichts mehr zu meckern. Wir fahren immer weiter hoch, bis wir irgendwann bereits oberhalb der Wolken sind und noch höher. Die Aussicht ist gigantisch, wunderschön! Und das beste: es ist weit und breit keine Pagode und kein Kloster zu sehen. Wir sind hier im Natma-Gebrige (übersetzt: Göttinnen-Gebirge) und bei der Vegetation handelt es sich um tropischen Monsunwald. Alles grün, zig verschiedene Baumarten, die teilweise von Flechten bewachsen sind. Der Startpunkt für unsere Wanderung liegt bei 2100 Metern und das heutige Ziel ist der Mount Viktoria mit etwa 3050 Metern. Die Wanderung ist sehr schön, immer wieder mit super schönen Ausblicken. Aber es ist megastaubig! Insgesamt sind wir etwa 4 Stunden unterwegs, hin und zurück. Am Parkplatz bekommen wir lauwarme gebratene Nudeln (zumindest die die welche bestellt hatten – ich zum Glück!) und dann geht es die gleiche Stecke mit den Autos zurück, dann aber am Resort vorbei, weil wir noch ein Chin-Dorf besuchen. Als wir dort aussteigen, stehen wir erstmal dumm rum, fotografieren die zig Kinder, die dort rumsitzen oder auf dem Platz so was wie Volleyball spielen. Dann gehen wir zu einem Haus, wo eine alte Frau (85 Jahre), die noch die alte Gesichts-Tättovierung der Chin-Frauen trägt, sich für uns draußen zum Fotografieren in Pose setzt. Danach erzählt So ein paar Dinge über den Chin-Staat und deren Bewohner und Bräuche, was wieder einmal sehr anstrengend ist, da sein Deutsch für solche Erläuterungen zu wünschen übrig lässt. Dann laufen wir noch zu einem weiteren Chin-Dorf, wo außer drei kleinen Kindern niemand zu sehen war, und den Sinn, sich zwei Dörfer anzuschauen, habe ich sowieso nicht begriffen. Ich vermute, man muss hier einfach irgendwie die Zeit überbrücken, da man Nachmittag noch so viel davon hat und in der Unterkunft hat man ja Null Möglichkeiten für irgendwas. Gegen 16.45 Uhr sind wir dann aber zurück, eine halbe Stunde später gibt es warmes Wasser. Zum Glück hatte ich eh beschlossen, die Haare nicht zu waschen, denn das Wasser kommt nur aus dem Hahn, die Handbrause ist kaputt. Das Essen ist noch besser als am Abend zuvor und diesmal spielen wir sogar mal eine Runde UNO. Leider ist aber um neun Feierabend, so dass wir auch heute wieder alle früh in den Betten liegen.




29.12.2014
Die Nacht ist noch weniger schlimm an die letzte, denn unter den ganzen Decken ist es angenehm warm, und wenn man den Mottenkugelgeruch der Decken nicht allzu sehr aufsaugt, kann man eigentlich ganz gut schlafen. Ich schlafe dennoch unruhig, und gegen 5.00 Uhr ist die Nacht rum für mich. Manuela geht es aber genauso, und so machen wir uns recht früh schon wieder gemütlich fertig, packen die Taschen und schauen uns wieder den Sonnenaufgang an. Nach dem Frühstück ist um 8.00 Uhr Abfahrt. Als erstes machen wir an einer „Tankstelle“ Halt. Getankt wird hier folgendermaßen: Man hält einen großen Trichter in den Tank, darüber ein großes Sieb als Filter, und dann wird der Sprit per Kanne oder Kanister eingefüllt. Unglaublich! Wir fahren zunächst wieder runter, um auf der anderen Seite den Berg wieder hinauf zu fahren. Die Landschaft ist wieder traumhaft, wir fahren an Reisfeldern vorbei, die von Bauern mit Ochsenkarren bestellt werden. Idylle pur!. Es ist wieder eine sehr lange Fahrt, die vor allem wegen der schlechten Straßenverhältnisse und zahllosen Baustellen noch länger wird, die uns entweder zwingen, sehr langsam zu fahren oder abenteuerliche Umwege zu nehmen. Diese führe uns einmal durch ein Flussbett, wo der Wasserstand derzeit zu Glück nicht sonderlich hoch ist. Trotzdem müssen die Fahrer erstmal den besten Weg checken, während wir die anderen Verkehrsteilnehmer (vor allem Mopeds, aber auch vollbeladene Lkw und einen Mann mit zwei Ochsen) beobachten und fotografisch festhalten. Dann müssen wir tiefe Senken durchfahren oder über einen Acker ausweichen. Irgendwann gegen 13.00 Uhr sind wir dann endlich an unserer heutigen Unterkunft (Oasis Resort II) angekommen. Diese wirkt etwas neuer als unsere letzte, die Zimmer sind wesentlich geräumiger und heller. Erstmal haben wir aber nur Zeit für einen Toilettengang, denn es geht sofort weiter zum Mittagessen nach Mindat. Auch das ist wieder sehr gut, es gibt allerlei typische Kleinigkeiten. Danach fahren wir mit den Bussen noch weiter hinauf, bis wir an irgendeiner kleinen Nebenstraße aussteigen und von dort zu einem kleinen Chin-Dorf laufen. Das Problem ist, wie gestern, auch hier, dass wir (oder zumindest ein Teil von uns) sich nicht ganz wohl fühlt bei diesem Besuch, da es doch etwas so wirkt wie ein Zoobesuch. Vor jeder Hütte, wo sich ein paar Kinder ansammeln, wird geknipst bis der Arzt kommt, weil die ja alle so süß aussehen. Einige signalisieren ganz deutlich, dass sie nicht fotografiert werden wollen, aber das schreckt die Hardcore-Fotografen nicht ab, weiter zu machen. Andere haben aber scheinbar Spaß daran, und dann macht es auch Spaß, sie zu fotografieren. Wir latschen also durch das Dorf, werden entweder misstrauisch oder neugierig beäugt und werden dann zu einer Familie eines Jägers geführt, die ganz freundlich und aufgeschlossen und gegenüber sind. Hier machen wir einige tolle Fotos. In diesem Dorf fällt auch wieder auf, dass hier besonders viele Kinder und kaum Erwachsene zu sehen sind. So erklärt, wie wir bereits vermutet hatten, dass die Erwachsenen alle arbeiten sind, vorwiegend im Straßenbau. Ein kleines, etwa sechsjähriges Mädchen schleppt die ganze Zeit einen kleinen Jungen in einem umgebundenen Tuch durch die Gegend (ein Bild, das wir heute ganz häufig gesehen haben). Es wird Kaffee angebaut und geröstet (zum Eigenverbrauch), Reisschnaps gebrannt, das Viehzeug (Schweine, Hühner, Hunde) rennt überall herum. Es ist echt wir vor 100 Jahren oder so. Es fällt mir schwer, zu beschreiben, wie die Leute leben, egal, was ich schreibe, es wird die Realität nicht wiedergeben können. Irgendwann wandern wir wieder zurück zu den Bussen,  es wird noch einmal getankt, Dann fahren wir noch bei einer Nasenflöterin vorbei. Diese spielt eine große Flöte tatsächlich mit der Nase, was wahrscheinlich etwas besonderes ist, für mich persönlich aber kein Highlight. Allerdings ist die alte Frau an sich sehr interessant. Auch sie ist im Gesicht tätowiert, was aufgrund ihrer unzähligen Falten gar nicht so auf den ersten Blick auffällt, aber ihr zahnloses Lachen ist herzlich und ansteckend. Und sie hat riesige Ohrlöcher, in denen riesige bunte Dinger stecken, die die Form von Jojos haben. Danach fahren wir dann zu unserer Unterkunft, und da der Weg heute wieder sehr staubig war, freuen wir uns schon sehr auf die Dusche. Das Problem ist nur, es gibt keine! Aber es gibt eine halbe Stunde warmes Wasser und eine große und kleine Schüssel der Duschecke im Bad, wo man sich dann halt selber das Wasser über den Kopf kippen muss. Wie früher bei Omma J! Und es funktioniert. Das Zimmer ist außerdem bei weitem nicht so kalt wie das letzte, und auch im Gemeinschaftsraum beim Abendessen ist es trotz fehlendem Ofen, angenehm warm. Wie das Bier. Als Manuela und ich die (sehr jungen) Kellner fragen, ob es möglich wäre, das Bier irgendwie draußen zu kühlen (in der letzten Unterkunft haben die es in einen Eimer kaltes Wasser gestellt), lächeln die ganz höflich und nach mehrmaligen Wiederholen der Frage haben sie uns dann auch verstanden. Die Antwort war, ganz nett und ehrlich gemeint: „Tomorrow morning it’s cold.“ Ja, super J! Das Essen ist gut und wieder reichlich, aber die Umgebung lädt auch wieder nicht zum lange Bleiben ein, so dass wir gegen 21.00 Uhr im Zimmer sind. Das hat immer noch eine angenehme Temperatur, vielleicht brauchen wir die zusätzliche Decke, die wir uns direkt bei Ankunft organisiert haben, heute Nacht ja gar nicht. Und morgen sind wir wieder in der Zivilisation (Strom gibt es hier nämlich auch nur von 18 Uhr bis 22 Uhr, und morgens eine Stunde oder so)! Juchu!






30.12.2014
Heute geht es nach einem weiteren spärlichen Frühstück wieder los, erst über eine staubige Schlaglochpiste, dann wird die Straße besser und die Fahrer geben Gas. Die Strecke ist kurvig und holprig und es macht überhaupt keinen Spaß mehr, da kann auch die schöne Landschaft nichts mehr dran rütteln. Das einzig gute an dieser Fahrt ist, dass sie uns wieder in die Zivilisation bringt! Dort (in Bagan) sind wir am frühen Nachmittag und wir freuen uns auf eine ausgiebige Dusche mit fließend warmem Wasser! Herrlich! Nach drei Tagen abseits von allem weiß man solche Annehmlichkeiten wirklich zu schätzen!


Tätowierte Chin-Frauen: Die Frauen der Chin im Westen von Myanmar (Burma) verzieren traditionell ihre Gesichter mit Tätowierungen. Diese kunstfertigen, schmuckvollen Zeichnungen sind sehr individuell gestaltet und unterstreichen wie sonst nirgends auf der Welt die Gesichtszüge. Die Frauen nahmen diese schmerzvolle Prozedur für die eigene Schönheit seit Jahrhunderten auf sich, in einer modernen Welt ist dieser Brauch jedoch vom Aussterben bedroht. Diesen Brauch gibt es schon seit einem Jahrtausend. Die burmesischen Männer fanden die Frauen der Chin so hübsch, dass sie sie als Sklavinnen mitnahmen. Aus Angst begannen die Frauen, ihre Gesichter zu tätowieren, um für die Burmesen nicht mehr so attraktiv zu sein. Sie kleiden sich schwarz mit dunkelroten Streifen und tragen trommelförmige Ohrringe aus Silber. Die Männer sind nicht tätowiert, binden sich aber ein Tuch um den Kopf, in das sie oft noch Federn stecken. Sie tragen ein kurzes Tuch um die Lende und ein Hemd mit einer Decke. Ihre Brust wird von gekreuzten, bestickten Bändern verziert. Oft tragen sie einen Nikotinwasserbehälter bei sich. Man sagt den Chin nach, dass sie gerne Alkohol trinken. Zudem sind sie dafür bekannt, Flöten mit der Nase zu blasen.

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